Archiv für Januar 2011

kleine Bommel

Letzte Woche hab ich mir so überlegt, dass man aus den kleinen Wollresten (nicht die großen von Pullovern, die man gerne mal von Müttern geschenkt bekommt und womit ich dann wunderbar grannys häkeln kann) doch bestimmt chique kleine Bommel machen kann. Kurzerhand hab ich meinen Wollrestebecher ausgeleert, um schonmal einen Überblick zu bekommen was ich so rumliegen habe. Fix noch Pappringe ausgeschnitten und fest vorgenommen es mal zu probieren – dann ein Foto gemacht und wieder alles eingeräumt.

Bestandsaufnahme

Schließlich habe ich Anfang dieser Woche beim Stöbern im Bücherladen eine Anleitung gefunden, wie man kleine Bommel macht. In der Anleitung haben sie allerdings keine Pappringe benutzt, sondern einfach einen Pappstreifen. Nun hab ich mich also hingesetzt und wollte sehen, ob es auf diese Weise eventuell leichter ist welche zu machen (mit den Pappringe hab ich bisher nur große Bommel produziert – und das ist auch schon ewig her). Ich kann euch sagen, dass sie wirklich niedlich klein werden. Es ist allerdings auch ein ganz schönes gefuchtel.

bommel-produktion

Man schneide sich also einen Pappstreifen ab – meiner ist 3cm breit und wickle die Wolle an einem Ende der Pappe rund herum. Machts ruhig etwas dicker sonst sehen die Bommel so dürftig aus wie mein erster (der ganz Linke im Bild). Ich hab dann zur Sicherheit dünnes Nähgarn mit meiner Stopfnadel unter dem Gewickelten an einer Seite der Pappe durchgezogen und schonmal die eine Seite zusammengeknotet. Am Besten holt ihr euch damit der (doppel-)Knoten richtig eng wird dazu eine dritte helfende Hand, zum Finger drauflegen – es geht auch wie in meinem Fall mit einer kleinen Akobatikeinlage (indem ihr den ersten Knoten mit dem Kinn runterdrückt) und macht dann fix einen Zweiten. Jetzt die ganze gewickelte Wolle vom Pappstreifen ziehen und nochmal in der Mitte mit einer passenden Farbe zusammenbinden.
Danach ähnlich wie bei den Pappringen die Schere bei beiden Seiten durch alle Schlaufen schieben und aufschneiden – man muss vielleicht ein bisschen fuchteln bis man alle Schlaufen erwischt. Den kleinen Bommel etwas in Form rollen und tadaa:
Bommelchen

Meine sehen jetzt etwas Teddybärmäßig gelockt aus. Das kommt, weil diese braunen Reste schonmal verhäkelt waren. Auch irgendwie ein netter Effekt, find ich. Jetzt kann es also kleine Bommelchen als Geschenkanhänger oder vielleicht sogar als plüschige Ohrringe geben.
Achso, in der Anleitung aus dem Buch stand nichts von dem Nähgarn-Sicherheitsknoten. Ich hab aber am Ende mal einen Versuch ohne die Absicherung gemacht und es kam ein wuseliger kleiner Haufen dabei raus:
wurschtel-berg
Ich kanns also nur empfehlen die eine Seite der gewickelten Wolle bevor man sie von der Pappe zieht, schonmal mit einem dünnen Faden abzusichern um nicht zu verzweifeln.

Evolution der Laptophülle

Letzte Woche ist nun endlich meine Wollbestellung von Ende Dezember(!) angekommen. Ich meine klar, über die Feiertage hat der Onlineshop eine Pause eingelegt und keine Bestellungen bearbeitet oder verschickt. Aber es hat dann doch wirklich sehr lange gedauert, bis sie die ganzen Bestellungen abgearbeitet hatten… vielleicht war ich auch nur einfach besonders ungeduldig, weil ich unter anderem auf Nachschub für das halb fertige Laptop-cosy (was ja halb fertig unterm Weihnachtsbaum liegen musste) gewartet habe, um eeeendlich auch malwieder ein etwas größeres Projekt abzuschließen – langsam krieg ich Angst vor einem UFO-Haufen, der irgendwo versauert.
Jetzt ist sie ja aber da und es kann weitergehen. Das nehme ich jetzt mal zum Anlass, um die ‚Entwicklung‘ in einer kurzen Fotoreihe zu zeigen.

Der Anfang:
so sieht quasi der Boden aus bevor man anfängt rund herum zu häkeln
gehäkelte laptophülle - anfang

unterm Baum:
…allerdings ohne Maschenmarkierer
gehäkelte Laptophülle

in etwa der neuste Stand:
gehäkelte Laptophülle

Tracks auf Arte – die coole Handarbeit

Hier für alle, die wie ich den Beitrag über den Handmade-Trend verpasst haben in der Sendung Tracks auf Arte:
Homemade Nation – Die coole Handarbeit

und hier noch der Artikel zum Beitrag.

Die Lippenleserin

Lektion Nr. 2: Glück kommt oft überraschend.
(Hectors Reise)

Man kennt das ja. Es gibt eine Aktion im Radio bei der man etwas gewinnen kann und erstmal überlegt man, ob man daran überhaupt teilnehmen sollte. Dann, wenn man sich dazu entschließen konnte und seine Lösung abschickt geht einem durch den Kopf „ach, du gewinnst ja sowieso nicht – wer weiß wieviele Leute da mitmachen“.

Allerdings ist es bei mir heute mal ganz anders gelaufen. Ich höre mittlerweile eigentlich jeden Tag Funkhaus Europa als Internet-stream und bin echt zufrieden mit dem Sender. Die haben ein eigentlich ziemlich witziges Gewinnspiel – Das StummSing. Dabei singen Jessica und Lucia ein Lied aus dem Funkhaus Europa Programm mit – stumm wohlbemerkt. Das heißt es gilt von ihren Lippen abzulesen oder eben zu erraten, welches Lied sie mitsingen.

Als ich mir dann spaßeshalber das StummSing vom 14. Januar angesehen habe, sind mir ziemlich schnell einige Wörter bekannt vorgekommen. Das hat mich irgendwie motiviert und ich hab mir das Video etwa weitere 4-5 Mal angesehen und hab ziemlich schnell einige Sätze abgelesen. Witzigerweise hatte ich gleich die Stimme zu den Worten im Kopf – etwas tiefer und irgendwie etwas quäkig. Ich hatte also eine Ahnung, dass ich es kenne aber mir viel der Titel natürlich nicht so ohne weiteres ein. Weil mein Ehrgeiz jetzt also geweckt war, fing ich an das Internet nach den Textfragmenten zu durchsuchen und kam dann bald auf ein Lied. Fix das Lied und das StummSing gleichzeitig abgespielt und tadaaaaaa es gab keinen Zweifel mehr! Oder besser doch.. bis auf wenige Sekunden am Ende passte das Lied haargenau auf die Mundbewegungen – also etwas unsicher war ich doch noch, ob die Lösung richtig war. Trotzdem war es jetzt natürlich sicher, dass ich unbedingt bei der Verlosung mitmachen musste und schwups war die E-mail abgeschickt, nicht ohne jedoch besagten Satz im Kopf zu haben.

Ja.. heute Vormittag gegen 12 Uhr wurde ich dann angerufen und tatsächlich – ich war die Gewinnerin. Am Telefon gabs noch ein kleines Interview dazu, wie ich auf die Lösung gekommen bin und ich hab den halben Nachmittag drauf gewartet mich selbst im Radio zu hören. Es gibt zum StummSing auch immer noch drei Tips, die helfen sollen die Lösung zu erraten. Ich hab die mir vorhin mal durchgelesen. Also ehrlich, nach dem zweiten Tip war es ja eigentlich richtig einfach. Trotzdem möchte ich zugegebenermaßen mit Stolz noch darauf pochen, dass ich die Tips vorher gar nicht mitbekommen hatte.. Jedenfalls freu ich mich jetzt auf mein Überraschungspaket und bin gespannt darauf, was drinnen steckt.

Ich wünsche allen ein schönes und vor allem glückliches Wochenende!

Haben, haben, haben… wollen


ein bestimmt wunderbar tolles Set zum selber Stempel machen von hier: Stempel-Kit

schöne Webbänder zum Beispiel zb:
Eulen

Ohrlöcher

tonnenweise mehr Zeit

Filz


schmückende Leckerei?

Heute habe ich aus den Ohrstecker-rohlingen und gestern geformten Fimokleinigkeiten drei Paar ’süße‘ Ohrringe gemacht.

die Dounuts:
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kleine Pralinen:
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Karamellbonbons:
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Die letzten würde ich gerne sofort mal anprobieren, aber da ich mir immernoch keine neuen Ohrlöcher stechen lassen habe, wird das erstmal nichts. Aber ich muss sagen so eine Heißklebepistole ist einfach klasse!

Unser Menü – das perfekte Dinner

Am letzten Sonntag haben wir also unseren Beitrag zum perfekten Dinner abgeliefert und ich würde sagen, dass es insgesamt gar nicht mal so schlecht gelaufen ist. Gut, die Börekröllchen haben immernoch Käse im Ofen verloren und wir hätten fast das Creme fraiche für die Suppe vergessen.. es hätte auch ruhig etwas mehr Couscous sein können… aber es sind alle satt geworden und es war ziemlich lecker. Wenn ich so überlege, dass wir einige Sachen vorher noch nie selbst gekocht haben, bin ich doch irgendwie auch etwas stolz. Das erste richtige drei Gänge Menü und dann hatte es auch noch ein Motto.

Aperitiv:
Raki
(in geeisten Gläsern als Hingucker)

Vorspeise:
Türkische Linsensuppe
mit Zigarre Börek gefüllt mit Schafskäse
dazu ein Weißwein
vorspeise

Hauptgang:
Kebabspieße mit gebratenem Gemüse
auf einem Couscousbett
und dazu Rotwein
spieße

hauptspeise

Nachtisch:
Güllaç
zum Nachtisch gab es natürlich einen schwarzen Tee
(Reismehlblätter mit süßer Vanillemilch und Nüssen)
nachtisch

Die Kebabspieße sind übrigens aus Seitan, da wir alle bis auf ein Mitkochender, Vegetarier sind. Den Seitan hab ich dazu zwei Tage vorher in einem Sud aus passenden Gewürzen (z.B. Piment – Nelkenpfeffer, Thymian, Chili, Knoblauch) gekocht und dann bis zum Dinner im Sud eingelegt und im Kühlschrank gelagert. Das Börek war auch schon am Samstagabend fertig gerollt und hat im Kühlschrank auf seinen Einsatz gewartet.
Ich muss sagen, es war schon recht anstrengend am Sonntag.. vor allem in unserer ‚Pantry Küche‘. Trotzdem hats viel Spaß gemacht und ich freu mich schon auf zwei weitere Abende mit bestimmt leckerem Essen. Und vor allem ist es auch einfach schön so gemütlich mit Freunden Abendbrot zu essen.

Hüllen-parade

hüllen
für den ipod Nano


mit Nano

hülle
für den ipod touch

häkelblume
vielleicht als Brosche?

blümchen

Das perfekte Dinner

Der zweite Teil meiner Woche wird wohl eher weniger mit Wolle, aber dafür noch viel mit Töpfen, Rezepten und am Herd stehen zu tun haben. Ich bin auch schon ein kleines bisschen aufgeregt, denn am Sonntag sind wir dran mit unserem privaten perfekten Dinner unter Freunden. Nachdem am 20.12. das ganze gleich von derjenigen eröffnet wurde, der wir allesamt am Meisten zutrauen und es einfach nur himmlisch geschmeckt hat, sind wir anderen doch halbwegs eingeschüchtert glaube ich. Es gab Maronensuppe mit einer Blätterteig-Käsestange als Vorspeise, Seitanschnitzel mit Rote Beete Kartoffelpürre und dazu Schwarzwurzeln. Als Nachtisch dann auch noch sehr schokoladige Schokomuffins, mit einem flüssigen Schokokern und dazu selbstgemachtes Zimteis. Außerdem gab es sogar noch einen Aperitiv, Weißwein, Rotwein und Espresso zum Nachtisch. Wird man wohl sehen, ob wir auch nur halbwegs dagegen anstinken können…
Das Menü steht jetzt mittlerweile auch halbwegs fest, nur die Durchsetzung des Hauptgangs ist noch etwas unsicher. Das Thema wird auf jeden Fall orientalisch sein und jetzt bin ich noch hin- und hergerissen ob ich vielleicht noch so schöne bunte Teegläser besorgen sollte, oder ob es nicht doch etwas übertrieben wäre. Allerdings… wer hat denn noch nicht hin und wieder schonmal ein Auge auf solche Teegläser geworfen – also auch ohne Dinner wäre es eigentlich nett welche zu haben will ich damit sagen. Solche in etwa vielleicht:
teegläser

Die hier könnte man allerdings auch fast schonwieder häkeln:
teeglas
Naja mal sehen.. in erster Linie soll ja auch das Essen schmecken und danach kommt erst die Deko.