Archiv für März 2011

ein Abstecher

Gestern war ich malwieder auf einen kurzen Besuch in Hannover und zwar in erster Linie um die Sonderausstellung „Gastarbeit in Hannover“ im historischen Museum zu besuchen. Doch vorher schleifte ich den Herrn M. auf einem für mich typischen Marsch zwischen Verwirrung und aha-Momenten durch Linden zu Limetrees. Jajaa.. Hannover ist meine Heimatstadt und trotzdem gibt es da haufenweise Argumente, wieso ich oftmals einfach unsicher bin, wie der Weg denn jetzt nochmal genau war…

• Hannover ist nunmal auch groß und man kann schließlich nicht alle Straßen kennen
• ich speichere Wege im Kopf quasi als Bilder ab und manchmal muss ich erstmal losgehen, damit sich die einzelnen Bilder ordentlich zusammensetzen, oder auch: „ich weiß, wenn wir richtig sind, sobald ich es sehe“
• früher bin ich auch viel Straßen- bzw. U-bahn gefahren und die verschwindet auch mal im Tunnel, da sieht man nicht wo es genau lang geht, also kenn ich einige Strecken nur in abgehackten Stücken
• außerdem sieht man ja bekanntlich eh mehr von der Welt, wenn man durch die Gegent irrt und den Weg nicht genau kennt
• und zu guter Letzt, sind wir beim Laden angekommen! Vielleicht mit nem kleineren Umweg, aaaber ich hab uns ans Ziel gebracht!

Limetrees Stoffe

Dort hab ich dann diese Stoffe hier mitgenommen. Die oberen Beiden waren im Restekörbchen (Danke @Loupine nochmal für den Tip) und den roten Stoff mit den feinen weißen Pünktchen hab ich mir nochmal so zuschneiden lassen. Die haben alle perfekte feinere Muster, sodass man auch auf kleineren Flächen was davon hat, wie eben den besagten 18mm Kreisen oder Stoffknöpfen.
Allerdings fand ich die Atmosphäre im Laden etwas befremdlich. Ich weiß natürlich nicht, ob das dort immer so ist, oder ob es daran lag, dass nicht allzu viele Kunden da waren. Es war sehr leise und alle haben so vor sich hin geflüstert und gestöbert. Da fühl ich mich immer so beobachtet und steif. Vielleicht hätte ein bisschen leise Musik im Hintergrund schon dagegen geholfen.

Die Ausstellung im Anschluss fand ich sehr schick gestaltet.

Schreibtisch - Ausstellung

auf dem Schreibtisch wurden die vorläufigen Papiere und Arbeitsverträge präsentiert

Es gab allgemeine Infotafeln zum Beispiel zu den Arbeitslosenzahlen/ dem Arbeitskräftebedarf oder den Lebensbedingungen der Gastarbeiter und Hörstationen mit Interviews. Das waren Gespräche zu allgemeinen Themen, wie die Reise an sich oder die Motivation nach Deutschland zu kommen, bis hin zu Erfahrungen mit der Sprache und auf der Arbeit. Außerdem gab es zu jeder interviewten Person eine eigene kleine Station mit Fotos und der individuellen Einreisegeschichte.

Schublade

die Schublade meiner Tante

Was für mich persönlich natürlich besonders spannend war, ist die Tatsache das meine Tante im Rahmen dieser Ausstellung befragt wurde. Oben ist ihre kleine Station zu sehen, mit insgesamt drei Schubladen voller Fotos und Zitate. An dem Tag war auch eine Schulklasse dort unterwegs und jeder Schüler musste zu einem Ausstellungsstück einen kurzen Vortrag halten. Es war also einerseits etwas befremdlich, aber irgendwie auch sehr witzig zu sehen, wie sie vor dem Schrank meiner Tante stehen geblieben sind und sich über sie unterhielten. Ich kann es wohl am Besten mit den Worten von ihr beschreiben „auf einmal hat man das Gefühl, dass man ja auch zur Geschichte dazu gehört und ein Teil von ihr ist.“

VW Bus

Mir hat die Ausstellung also sehr viel Spaß gemacht! Einerseits wegen der Geschichten über und von meiner Tante, die mein Vater mit eigenen Erzählungen ergänzte. Andererseits natürlich auch, weil ich mich zur Zeit mit dem Thema Migration im Rahmen meiner Abschlussarbeit befasse.
Und nun gehts ganz brav ab in die Bibliothek, nach diesem außergewöhnlich langen Eintrag für heute.

Teaser

.. oder die etwas anderen Frühlingsblumen

Blumenkreisel

Ich verrate erstmal nur soviel: zur Zeit beschäftigt mich, wie man kleine Kreise mit einem Durchmesser von etwa 18mm chique gestalten könnte.

Sowas gibt’s hier?

Irgendwann im Februar wurde ich von Mona auf die Idee gebracht mal in der Datenbank unserer Unibibliothek nach Handarbeitsbüchern zu suchen und wurde prompt fündig. Zwar gibt es nicht so die riesige Auswahl, aber einige schöne Bücher sind dann doch dabei. Sehr praktisch, das man sich so die Bücher vorher genau anschauen kann, bevor man es sich vielleicht doch nocht selbst zulegt! Vor allem, weil man bei einigen ja leider sonst erst zu spät feststellt, wie unverständlich die Anleitungen und Erklärungen eventuell sind.

Dieses fand ich zum Beispiel sehr ansprechend, vor allem wegen der schönen Fotos zu den Anleitungen. Außerdem werden viele unterschiedliche und etwas ausgefallenere Materialien zum Häkeln verwendet, wie zum Beispiel Bast oder auch Stoffstreifen. Dazu kommt auf jeden Fall auch, dass es nicht umsonst den Titel „Designhäkeln“ trägt. Die Projekte sind recht modern und können sich sehen lassen.

Als ich also meinen vollen Bücherkorb zur Ausleihe schleppte, schaute mich die Bibliothekarin hinter dem Tresen ganz erstaunt an mit den Worten „Sowas haben wir hier auch? Also ich hab ja neulich auch malwieder angefangen, was selbst zu machen und zu Weihnachten gehäkelte Topflappen verschenkt.“ Das hat mich schon halbwegs amüsiert und als ich den ersten Teil der Bücher wieder abgegeben habe, kam es zu einem ähnlichen Gespräch. Im anschluss ließ diese andere Angestellte sogar gleich die Bücher unter dem Tresen verschwinden mit den Worten „Och, die nehm ich mir dann gleich mal mit.“

Es lohnt sich also durchaus auch mal in Bibliotheken nach Handarbeitsbüchern zu suchen, auch wenn es „nur“ die wissenschaftliche Unibibliothek ist. Ich hab sogar das Buch „Printing by Hand“ gefunden und natürlich gleich ausgeliehen, aber leider fehlte mir bisher die Zeit, um es genauer durchzublättern. In meinem Stempel und Druck-wahn hatte ich mir schon so halb vorgenommen es zu kaufen. Denn die Rezensionen sind ja ganz gut zu dem Buch und es wurde auch schon in einigen anderen Blogs mal vorgestellt.

Chique Aufbewahrung für Ohrringe #2

So, ich hatte ja noch ein Foto von der Rahmenversion für Ohrhänger versprochen.

Rahmen - blau

Also wie schon hier kurz beschrieben, hab ich mit der Rückwand ein Stück Pappe abgemessen. Das habe ich dann mit dem Stoff meiner Wahl bespannt und mit Kleber befestigt. Am liebsten hätte ich ja dafür so ein Tackergerät gehabt, womit man mit Hochdruck die Klemmen rausschießt – keine Ahnung wie die nochmal genau heißen. Aber man muss sich ja nicht jedes Gerät zulegen…

Bei diesen Rahmen aus Schweden war auch ein Passepartout dabei. Das hab ich dann genutzt, um die gewünschte Stelle vom Stoff besser aussuchen zu können.

Auswahl

Um quasi schonmal vorweg einen guten Eindruck von dem späteren Ergebnis zu bekommen. Wenn der Kleber getrocknet ist, müssen nur noch Schnüre um die Pappe gespannt werden. Ich hatte dazu eine weiße Papierschnur und hab sie einfach auf der Rückseiten gut verknotet. Schließlich muss man nur noch erst die Pappe und dann die Rahmenrückwand einsetzen und das wars schon.

mein Rahmen

Insgesamt hab ich auf die Weise schon drei solcher Rahmen gemacht – zwei wurden verschenkt und dann wollte ich auch noch einen für mich selbst haben. Denn neue Ohrlöcher hab ich jetzt auch und da müssen die neuen Ohrringe ja schön präsentiert werden.

Stoffmarkt – Holland

Nur kurz als kleiner Merkzettel für mich selbst und alle anderen Interessierten:

OSNABRÜCK
49078, Ratio Gelände, Kurt-Sch.-Damm. So. 27.03.2011
11:00 – 17:00 Uhr
… und hier weitere Termine

Ich hoffe doch mal, dass man dort auch nur sehr kleine Mengen kaufen kann. Da ich jetzt auf den Geschmack von Stoffknöpfen gekommen bin, aber ansonsten so eine Art Nähmaschinen-Phobie habe und mir selbst nix zutraue, wäre das gut. Am Besten wäre ja so ein kleiner Stapel mit vielen verschiedenen Stoffresten, wie sie die Frau Liebe bei ihrer Stoffrotation vertauscht. Allerdings hab ich selbst natürlich nicht so eine gute Auswahl, um auch mit zu tauschen.

elegant

Broschen

von hinten

rückseite

Fotografiert in einer eilig und vielleicht vorerst etwas provisorischen Whitebox.
In diesem Blog wurde ich malwieder daran erinnert, wie praktisch und vor allem sinnvoll so eine Whitebox ist. Um die beiden neuen Broschen zu fotografieren hab ich dann also fix einen Karton mit weißem Papier ausgelegt. Allerdings ist der etwas klein und wahrscheinlich für etwas größere Sachen nur bedingt geeignet. Dann muss später vielleicht doch noch eine professionellere Whitebox her.
Allerdings war der weiße Hintergrund für die Brosche in beige nicht so das Richtige. Also kurzerhand noch braunen Filz untergelegt für den besseren Kontrast und voila – sieht doch halbwegs professionell aus.

Stoffknöpfe

stoffknopf - grün

Gestern noch hab ich den Entschluss gefasst, dass ich unbedingt mal selbst Knöpfe mit Stoff beziehen muss. Heute war ich dann kurz in der Stadt und hab von Prym, beziehbare Knöpfe gekauft. Das ist so ein Set mit Metallrohlingen und einer Gummiform, in die man erst den Stoff presst und dann die Metallteile in der richtigen Reihenfolge hinterher.

stoffknöpfe in blau

Ich bin auch sehr zufrieden mit meinen Ergebnissen! Der Plan ist, diese Stoffknöpfe in der Mitte von Häkelblumenbroschen anzunähen, um ihnen damit den letzten Schliff zu geben. Was wohl auch ein neuer Zweck für meine bunten Fimoknöpfe sein wird.

blume in beige

*klick* auf das Bild für die volle Größe

Außerdem hab ich gestern noch eine Anleitung für Häkelblumen ausprobiert. Man häkelt sie zunächst als Streifen, den man später beliebig eng aufrollt und zusammen näht. Wenn man den Streifen so eng wie möglich aufrollt, kommt dann so eine Rose dabei heraus. Man kann das Ganze natürlich auch flacher rollen, sodass die Blume nicht so dick wird und dafür der Durchmesser größer ist. Ich bin jedenfalls ziemlich begeistert von dieser Art Blumen zu häkeln (statt in Runden).

EliZZZa im NDR

Ja, meine allerliebste ‚Häkelomi‘ hat es jetzt also ins Fernsehn geschafft! Gestern konnte man den Zapp-Beitrag dort bestaunen. Ich hab ihn leider verpasst und für alle, denen es genauso geht (oder vielleicht auch gar nix davon wussten) und ihn noch gerne sehen würden, hier die Links:

zum Zapp Beitrag (etwa drei Minuten)

Zum ausführlichen Interview (ca. 30 Minuten)

Zapp wird an folgenden Terminen wiederholt:

Donnerstag
00:30 – 01:00 Uhr, EinsExtra
12:30 – 13:00 Uhr, 3sat

Freitag
02.40 – 03.10 Uhr, NDR Fernsehen

Montag
19:30 – 20:00 Uhr, EinsPlus

Mary Jane Slippers

Letztes Jahr (ohwei – ist das wirklich schon so lange her) bin ich auf diese sehr ausführliche Anleitung gestoßen für die Mary Jane Slippers und wusste sofort, dass ich auch welche haben will. Dann wurde in der Wollkiste gewühlt und sehr schöne Wollreste rausgefischt, die von einem Pullover übrig geblieben waren, den mir meine Mutter gestrickt hatte. Daher weiß ich leider nich mehr genau, was für Wolle das war. Sie ist relativ dick, aber auch ziemlich weich und flauschig. Genau richtig also für ein paar gemütlicher Haus-ballerinas.

Mary Jane Slippers

Mary Jane Slippers, 13.04.10′

Da mir die hellgrüne Wolle zum Schluss ausgegangen ist, musste ich die Fersen von dem einen Slipper in dem Grünton vom Rand zuende Häkeln, was allerdings kaum auffällt (rechter Fuß auf dem Foto). Die Ballerinas sind wunderbar bequem und für eine Hausschuh-verschmäherin wie mich, die aber dennoch kalte Füße bekommt, eine gute Alternative. Also im Prinzip wie ein vornehmeres paar Wollsocken.