Archiv für April 2011

Oster-Wochenende

Also eigentlich war Ostern dieses Jahr bei uns ein ganz normales Wochenende wie jedes andere auch. Außer das man ebend schon am Samstag wissen musste, was man die nächsten zwei Tage essen möchte. Mit der langfristigen Essensplanung läuft das normalerweise nicht so gut. Meistens entscheidet sich spontan, ob man ‚mensen‘ geht oder die Muße hat selbst zu kochen. Darum ist es vor allem unter der Woche gar nicht unbedingt sinnvoll für jeden Tag was einzukaufen. Im Zweifel vergammelt es nur im Kühlschrank und dann stinkt auch noch die Wohnung.

Besonders war allerhöchstens der ausgedehnte Spaziergang am Sonntag, bei dem wir diesen Burschen hier getroffen haben.

Papastorch

Für Montag hatte ich mir außerdem vorgenommen aus dem vegetarischen Studenten-kochbuch, das voller toller Ideen steckt, mal das Falafel-rezept auszuprobieren.

Falafel-rezept

Zugegeben, der gelbe Brei sah zuerst nicht allzu apetitlich aus. Dafür roch und schmeckte er einwandfrei nach Falafel wie man es vom Araber so kennt.

Falafelmasse

Die Masse sollte man dann formen und in einer hoch mit Öl gefüllten Pfanne quasi frittieren. Das hatte erstmal zur Folge, dass die Wohnung in einen wunderbaren Imbissbudengeruch getaucht wurde. Außerdem fingen die Bällchen an, sich nach und nach in dem Öl aufzulösen, sodass nur noch kleine halb knusprige Matsch-häufchen übrig blieben. Ich weiß wirklich nicht wo der Fehler war, eigentlich hatte ich das Rezept genau befolgt. Auch der allseits beliebte Chefkoch aus dem Internet konnte da nicht weiterhelfen. Die Rezepte waren sich alle sehr ähnlich und es scheint auch keinen speziellen Kniff zu geben, damit die Falafelbällchen in der Pfanne ihre Form behalten. Letztendlich blieb uns nur übrig sie in der Not vor dem Bad im Öl auch noch zu panieren. Ansonsten hätte es halt nur Salat gegeben.

Mahlzeit!

(Servietten-öl-auffangbecken zur Fettreduktion)

So gab es dann Falafel-Matschbällchen, außen knusprig und innen cremig. Dafür aber doch relativ ansehnlich. Bevor ich das nochmal probiere muss also erforscht werden, wie das nur dermaßen schiefgehen konnte!

Filmtipp#2

Boy A (2009)

Inhalt:
Gleich zu Anfang des Films lernt man Jack kennen und begleitet ihn bei seiner Entlassung aus dem Gefängnis. Dort hat er ganze 14 Jahre seines Lebens verbracht. Kein Wunder also, dass der nun 24 Jährige so einige Startprobleme hat und auf die Hilfe des Sozialarbeiters Terry angewiesen ist. So hat er doch die wichtige Phase des Erwachsenwerdens im Prinzip verpasst und nie gelernt auf eigenen Beinen zu stehen.
Während also vor allem die Eingliederung in die Gesellschaft im Vordergrund der Handlung steht, erfährt man stückweise immer mehr über den Grund seiner langen Haftstrafe und seine eigentliche Identität…

Trailer:

Achtung, ich verlinke den Trailer diesmal nur und füg ihn nicht direkt ein. Denn eigentlich würde ich nicht empfehlen sich den vorher anzuschauen. Er verrät einfach viel zuviel und es wäre schade, wenn ihr den Film noch sehen wollt.
Boy A
Boy A – Trailer

Meinung:
Vor allem die schauspielerische Leistung von allen (Haupt-)Charakteren hat mich bei diesem Film überzeugt. Obwohl ich keinen der Darsteller vorher kannte (kein Wunder, einige von ihnen haben erst nach Boy A eher populäre Rollen gehabt z.B. in: The Social Network, Das Kabinett des Dr. Panassus oder im siebten Harry Potter) – oder vielleicht auch gerade deshalb – haben sie mich sehr von sich überzeugen können und wirken für meinen Geschmack weder zu platt noch zu kitschig. Die meisten Zuschauer werden wohl hin- und hergerissen sein zwischen Sympathie für Jack und eigenen moralischen Bedenken, nicht zuletzt da man den Film aus der Sicht des Täters verfolgt. Denn am Ende des Films steht die schwierige Frage, ob man Jack seine Taten aus der Kindheit nach all den Jahren vergeben kann und er sich eine zweite Chance verdient hat. Oder ob er sein Leben lang dafür büßen sollte.

blumig

(verschenkt)

Pfefferminz

marokkanische Minze

Heute auf dem Weg nach Hause hatte ich Glück und der Wochenmarkt war noch nicht ganz abgebaut. Da habe ich noch schnell eine lang ersehnte Pfefferminzpflanze ergattert. Eigentlich wollte ich auch zwei kaufen, aber da hätte ich vorher noch schnell zur Bank gemusst. Naja.. also gab es vom Kleingeld erstmal nur eine marokkanische Minze. Jetzt heißt es also den Blumenkasten von dem Morast des Winters zu befreien und der Minze ein bequemeres zu Hause zu geben. Auf das ich leckeren Tee trinken werde!
(übrigens für mich das Mittel schlechthin wenn der Magen irgendwie verrückt spielt, eine Tasse Pfefferminztee und ich fühl mich gleich besser)

Three on Thursday #1

Ich starte also mit einer sehr verständlichen Anleitung zu gehäkelten Schleifen, die wunderbar mit einer anderen Anleitung zu einem Haarband von diesem Blog kombiniert werden kann. Man kann sie natürlich auch wie in der Anleitung vorgeschlagen für Haarspangen benutzen. Zum Blogeintrag mit der Anleitung gehts hier:
Crocheted Hair bows tutorial

eine Schachtel falten
Außerdem habe ich kürzlich die guten alten selbst gefalteten Papierschachteln wieder entdeckt. Da die verschönerten Kronkorken zunächst noch ohne Broschennadeln hier rumlagen, musste schnell eine kompakte Aufbewahrung her. Da hab ich mir fix ein paar altpapierreife Unikopien oder Schmierzettel geschnappt und losgefaltet. Weil das aber leider nicht mehr so ganz aus dem Gedächtnis ging, hab ich vorher zur Gedächtnisauffrischung nach Anleitungen gesucht und unter anderem diese hier gefunden:
Schachtel falten – mit Bilderanleitung

Topflappen
Diesen Topflappen fand ich vor allem wegen seiner Farbkombination sehr chique! Das rot mit dem beige sieht einfach klasse aus (ich steh ja eigentlich eh auf diese neue typische Küchen-Kombination rot und weiß). Dieser hier stammt von dort: Fast handmade gifts
In dem Eintrag wurde auch noch die kostenlose englische Anleitung dazu verlinkt und die gibt es dann hier:
Starburst Hotpad
Wobei die Farbkombination auf dem Foto zur Anleitung meiner Meinung nach, bei weitem nicht so gut aussieht. In rot und beige wirkt es einfach irgendwie ruhiger und irgendwie edler.

Three on Thursday

Ja, ich hab schonwieder viel zu lange nix Neues geschrieben hier. Allerdings verbringe ich quasi halbtagsjobmäßig meine Tage in der Bibliothek seit etwa drei Wochen. Ich hatte außerdem sozusagen zur Sicherheit mein Blogpasswort noch nicht umgeändert in eins, das ich auswendig kenne. Schließlich soll in der Bibliothek ja für die Uni und nicht für den Blog geschrieben werden.

Allerdings spukt mindestens genauso lange schon die Idee in meinem Kopf herum auch mal so ein kleines wöchentliches Thema hier anzufangen. Es gibt ja bereits viele verschiedene regelmäßige Blogthemen, die teilweise sogar gemeinschaftlich stattfinden. Allerdings war da bisher noch nicht so das Richtige für mich dabei, wo ich mich gerne angeschlossen hätte.
Meine Idee wollte ich eigentlich schon an einem Mittwoch vor zwei Wochen starten, da ich es irgendwie nett fand so zur Wochenmitte immer was regelmäßiges zu haben wozu man nicht im Vorfeld auf irgendwelche tollen Eingebungen wartet. Gestern habe ich es aber schonwieder nicht geschafft und darum wird es jetzt also das „Three on Thursday“(eigentlich klingt es ja auch irgendwie netter als „three on wednesday“) werden.

Die Idee dahinter kommt in erster Linie von meinem Pinterest account. Der hat sich mittlerweile ordentlich gefüllt mit inzwischen 167 Pins. Ich find dieses Angebot ja sooo praktisch und pinne liebend gern vor allem Blogeinträge mit schönen Anleitungen, selbt hergestellten Dingen oder einfach nur schönen Bildern. Und jetzt möchte ich also möglichst jeden Donnerstag drei Kleinigkeiten aus dieser stetig wachsenden Sammlung zeigen.

Dazu möchte ich an dieser Stelle schonmal deutlich machen, dass also in der Regel die Fotos vom „Three on Thursday“ nicht von mir gemacht wurden und ich natürlich auch keinerlei Urheberrecht oder sonstige Ansprüche darauf erhebe. Außerdem werden die Ideen selbstverständlich direkt zu ihrem kreativen Erschaffer (bzw. zur Quelle, woher ich es habe) verlinkt, sodass von meinen Bloglesern eindeutig nachvollzogen werden kann, wer dahinter steckt. Und jetzt bleibt mir also nur noch viel Spaß mit meiner wilden, bunten, fröhlichen, chiquen Pinterest-sammelkiste zu wünschen.

Kreiselauflösung

Was so begann

waschbecken

und hiermit belebt wurde

Blumenkreisel

sieht nach diesem kleinen Stelldichein dann so aus.

korkenkreise

Anschließend durfte dann auch noch Freundschaft geschlossen werden mit einigen Broschennadeln.

korkenkreise

Und nun wird sich bei diesem Abblick wohl kaum noch jemand an das anfängliche Bad im Bier-und-seifenwasser erinnern…

tryptichon

Ich denke hiermit haben die Kronkorken und meine Wollreste vereint ein schönes neues, zweites Leben bekommen, nicht war?

Filmtipp #1

Almanya (2011)

Inhalt:
Es geht um eine türkische Einwandererfamilie und ihre Geschichte, wie sie in Deutschland gelandet sind. Gewissermaßen gibt es zwei Handlungsstränge, einmal wird gezeigt wie Hüseyin als Gastarbeiter als erster aus seiner Familie nach Deutschand kommt und später seine Familie nachholt. Damit sind natürlich einige Hürden verbunden, die es zu meistern gilt und in erster Linie kultureller Natur sind.
Außerdem spielt der Film in der Gegenwart und zeigt wie sich ihr Leben in Deutschland entwickelt hat und vor allem wie sie miteinander und ihrer deutsch-türkischen Identität umgehen. Man könnte den Film auch als einen Roadmovie beschreiben, denn Hüseyin hat auf seine alten Tage ein Haus in der alten Heimat gekauft und verlangt nun, dass die gesamte Familie in den Ferien dorhin fährt. Eine amüsant und liebevoll erzählte Reise, die alle Familienmitglieder einander näher bringen wird…

Trailer:

Meinung:
Mir hat dieser Film wirklich sehr gut gefallen (wer hätte es gedacht – meistens empfiehlt man ja Filme, die man mag). Wie es auch schon im Trailer anklingt, dreht sich die Handlung vornehmlich um die Identitätsfrage (Was sind wir denn jetzt? Türken oder Deutsche?). Was mir aber besonders gut gefallen hat war die Darstellung der Kulturunterschiede und wie die Familie vor allem anfangs damit umzugehen lernt. Insgesamt würde ich ihn als einen wirklich lustigen Film beschreiben, der aber trotzdem die Themen ‚Gastarbeiter in Deutschland‘ und Migration auf eine angemessen ernste, sowie liebevolle Weise behandelt.