Filmtipp#3

Beginners (2010)

Inhalt:
Der Trailer fasst den Film im Prinzip inhaltlich schon ganz gut zusammen.
Zwei Menschen begegnen sich auf einer Party, finden sich gleich irgendwie toll und unternehmen was miteinander (soll heißen – er kommt nach der Party mit zu ihr und es geht rund). Beide sind bisher keine Beziehungsmenschen gewesen und doch ist da mehr..
Sie fangen an sich näher kennen zu lernen und über ihre intimsten Gedanken zu sprechen. Dabei werden uns, den Zuschauern, die vergangenen Erfahrungen dieser Beiden nach und nach in Rückblenden und zum Teil sehr belustigenden Szenen und Zusammenschnitten präsentiert.
Also erzählt der Film eigentlich erstmal eine nicht ganz so ungewöhnliche Liebesgeschichte und erlaubt dabei tiefe Einblicke in das Privatleben der beiden Hauptcharaktere.

Trailer:

Meinung:
Ja, es ist eigentlich eine unter vielen anderen bereits verfilmten Liebesgeschichten. Und ja, es gibt keine Besonderheiten im Spannungsbogen. Sie sind glücklich, es läuft gut, dann geschieht irgendwas und alles wird traurig und man hofft darauf, dass sie sich am Ende kriegen.
Interessant für mich an diesem Film war vor allem die Art der Schnitte und wie die Vergangenheit der Hauptcharaktere erzählt wird. Denn wie auch schon im Trailer bekommt man immer wieder das ganze Drum herum mit, das in einer schnellen Abfolge zusammen geschnittener Bilder gezeigt wird. Wenn Oliver also von seinen Eltern erzählt (was schon irgendwie auch das zweite zentrale Thema des Films ist – vielleicht an manchen Stellen sogar wichtiger als die Liebesgeschichte), sieht man sie praktisch durch seine Augen. Dazu gibts einige Familienfotos und Bilder, um die damalige Zeit zu beschreiben.
Obendrein fand ich es sehr schön, Olivers Vater dabei zu beobachten wie er im Alter noch einmal richtig aufblüht und sein Leben voller Leidenschaft lebt. Irgendwie hat mich das für ihn mit glücklich gemacht beim zuschauen. Da er ja außerdem nach der Ehe beginnt seine Homosexualität offen auszuleben und sich in der Hinsicht politisch auch engagiert, wird der gesellschaftliche Umgang mit Homosexualität ebenso zum Thema des Films. Ich würd aber mal frech behaupten, dass man sich hinterher nicht unbedingt kritisch mit sich und diesem Thema auseinandergesetzt hat. Oder das Gefühl hat, man müsste da jetzt irgendwie groß drüber nachdenken. Da hat glaube ich die Vater-Sohn-Beziehung an sich eine größere Wirkung auf das Publikum.

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