Tag-Archiv für 'ausflug'

Lübecker Weihnachtsmarkt

Riesenrad

Wie man sich vielleicht denken kann, sind die beiden letzten Wochenrückblicke nicht etwa ausgefallen, weil ich doch wieder zu faul dazu geworden bin. Neehee! Das vorletzte Wochenende habe ich beim lieben Freund verbracht. Außerdem war es vollgestopft mit einem Konzert am Freitag, dem altbewährten und fast schon traditionellen Schrottwichteln mit fast allen dazugehörigen (mehr oder weniger… eher weniger – wir sind ja alle noch jung, nä) alten Gesichtern und dann einem feinen Horror-Filmeabend („Anne Donnich“ fühl dich an dieser Stelle bitte gedrückt). Dann war irgendwie auch schonwieder Montag. Das letzte Wochenende wurde dann einerseits zu einem kleinen Back-Gelage genutzt mit Mürbeteigkeksen, Vanillekipferle und dem besten Lebkuchenrezept, das es gibt – zumindest meiner Meinung nach. Andererseits galt es ein sogenanntes Inputreferat vorzubereiten, was dann am Dienstag gehalten werden wollte.
Somit war ich an den Sonntagen entweder nicht zu Hause, zeitmäßig total verplant oder schonwieder erschöpft. Nebenbei in den übriggebliebenen Zeitfenstern habe ich außerdem fleißig die Weihnachtsgeschenke vorbereitet. Jetzt sind sie allerdings nahezu fertig, bis auf eins und dann noch einige Kleinigkeiten.
Da konnte ich mir dann also heute auch einen entspannten Ausflug nach Lübeck mit den lieben Mitstudentinnen gönnen. Im Gegensatz zu Kiel, wird ja Lübeck auch immer sehr für seine Schönheit gelobt. Was den Teil angeht, den ich heute von der Stadt bestaunen konnte, kann ich mich dem auch nur anschließen. Es gibt kleine kuschelige Gässchen in der Altstadt, mit schlanken Häuserreihen – ich glaube da gibt es auf einer Etage immer nur ein bis zwei Zimmer.

Gasse in Lübeck

Sievers Thorweg

Es war im Prinzip ein perfekter Vor-Weihnachtstag. Erst ein bisschen türkische Grammatik und Jingle Bells, auch auf Türkisch versteht sich. Dann eine lustige Autofahrt, ein schöner Spaziergang durch die Altstadt und über den Weihnachtsmarkt mit Poffertjes als leckeren Abschluss. Und als wäre das alles noch nicht genug, gabs dazu den ganzen Tag einen schönen wolkenlosen Himmel mit Sonnenschein.

ohja.. und auf dem Weg vom Auto in die Altstadt sind wir sogar einigen Guerilla knitting Werken begegnet:
Guerilla knitting in Lübeck

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Wo ist das Meer?

In etwa mit dieser Frage im Kopf machte ich mich Anfang letzter Woche auf den Weg, um vielleicht endlich ein bisschen vom Meerblick zu erhaschen.
Zuerst aber musste ich der Hauptbibliothek einen kleinen Besuch abstatten, um die neu erstandene CampusCard - ja, hier an der Uni scheint es ein hoch gestecktes Ziel zu sein, die Portemonnaies der Studenten so sehr mit irgendwelchen Ausweisen und Karten vollzustopfen bis sie platzen - auszuprobieren. Die braucht man nämlich unbedingt, sonst kann man den Netzwerkdrucker nicht benutzen..

UB Kiel

Wie man auf dem Foto leider nur erahnen kann prangt über dem Eingang der Bib das Zitat „Manche leuchten, wenn man sie liest“ und wie man auch dieser Erklärung entnehmen kann, hat das wohl etwas mit der (erhofften) Erleuchtung der Leser durch die konsumierte Literatur zu tun. Den Netzwerkdrucker hab ich an dem Tag allerdings nicht dazu gebracht für mich zu leuchten, nichtmal sich zu erwärmen. Jedes Mal wenn ich meine Karte in das Lesegerät schiebe piepst es ganz fürchterlich und mir wird ein „Fehler 239″ angezeigt. Außerdem solle ich doch bitte das zuständige Personal rufen – heute konnte ich ihm übrigens wieder nur die gleiche Reaktion entlocken. Von den um mich rum scannenden anderen Studenten wurde mir dann gesagt, dass ich vielleicht „da noch irgendwas freischalten lassen“ muss… mal sehen. Irgendwann krieg ich das Teil schon noch dazu meine Karte anzunehmen.

Schließlich war ich also frustriert und dachte ich steige mal in irgendeinen Bus ein. Gleich auf dem Nächsten stand auch sowas wie „Nord-Ostseekanal“ drauf. Das klang also nach Wasser und zumindest einem meeresähnlichem Ausblick. Naja… Wasser gabs auch, sogar eine Personenfähre. Aber neben diesem kleinen Anleger konnte ich außerdem noch ein eher mittelschönes Gewerbegebiet bestaunen.

Wo ist das Meer?

So wurde dann fix der Stadtplan gezückt und ich bin drauf los marschiert. Immer so am „Rand“ entlang.. blöderweise wurde wirklich überall der Wasserzugang von diversen Fabriken, Werften oder dem Marinestützpunkt versperrt. Als es dann auch noch anfing zu regnen hab ich diesen so schlecht vorbereiteten Ausflug schon ein bisschen bereut. Es gibt irgendwie schöneres als im Regen alleine durch ein ausgestorbenes Gewerbegebiet zu laufen, auf der verzweifelten Suche nach dem Meer.

Wo ist das Meer?

Als ich dann aber plötzlich direkt nebem diesem kleinen Kerl stand, war ich doch ein bisschen besänftigt und schließlich war die nächste Bushaltestelle wieder in Sicht.
Auf der Rückfahrt hab ich dann natürlich den perfekten Wanderweg zum Wasser entdeckt, wie hätte es auch anders sein können… dafür hab ich mir die Busnummer und die Haltestelle aufgeschrieben, für den nächsten „Entdeckertag“. Ha! Nur nicht aufgeben.

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Kiel

kiel

Vorgestern habe ich also zum ersten Mal Kiel bestaunt. Allerdings habe ich mir vor allem auf dem Campus umgesehen und von der Stadt an sich noch nicht allzuviel mitbekommen. Jaha, im Gegensatz zu bisher werde ich diesmal an einer Uni studieren, die so einen richtig typischen Campus hat.
Außerdem hatte ich einen „Termin“ (es stellte sich heraus, dass der Hausmeister einfach allen Leuten die gleiche Uhrzeit gesagt hatte) vereinbart, um meinen Wohnheimschlüssel abzuholen. Was auch eigentlich der Hauptgrund für diesen ersten Besuch war. Von den neuen Mitbewohnern/innen war leider noch keiner/e dort. Bisher wohnt dort offensichtlich auch erst eine Person. Die WG wird also quasi ganz neu gegründet.
Einerseits sah es dadurch eben noch nicht wirklich wohnlich, geschweige denn gemütlich aus, aber ich schätze es lässt sich was daraus machen. Für den ersten Einstieg reicht es allemal. Es gab auch keine bösen oder ekligen Hinterlassenschaften der vorherigen Bewohner, insofern passt das schon alles. In meinem Zimmer wird es allerdings mit meinen Möbeln sehr… sehr gemütlich werden, um es mal nett auszudrücken. Aber das es recht klein sein würde, wusste ich auch schon vorher.
Also falls jemand schonmal irgendwelche netten Kiel-tips für mich hat… – ich bin ganz Ohr.

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uff…

und zack ist es schonwieder Anfang Juli – beziehungsweise ja fast schon Mitte Juli. Meine Güte ging das bei euch auch so schnell?
Das letzte Wochenende war nun das Dritte in Folge, das ich komplett irgendwo anders verbracht habe. Zuerst wollte ich ja einen Rückzieher machen, aber jetzt bereue ich meinen Besuch in Göttingen beim Schwesterlein doch kein Stück. Entgegen meiner Befüchtungen hab ich mich heute doch eher sehr entspannt gefühlt als noch gestresster. Es hilft nämlich ungemein die ganzen Umzugs-Masterstudiengang-ich-werde-obdachlos Sorgen mit der großen Schwester ordentlich durch zu diskutieren. Jetzt habe ich das Gefühl die nächsten Schritte sind eigentlich doch überschaubar und zumindest schonmal theoretisch beinahe erledigt. Hier ein Anruf, dort ein Anruf, vielleicht noch etwas Recherchebemühen und schuppdiwupp wird sich schon irgendwie alles hinbiegen.
Ich muss ja zugeben, dass ich offenbar von der Sorte Mensch bin, die sich vielleicht schneller stressen lässt als die von der anderen Sorte (also die coolen-Macher).

Daher blieb die letzten Wochen auch kaum Platz in meinem Kopf für kreative Gedanken. Ganz verschwunden sind sie allerdings doch wieder nicht. Bei der Fachtagung letzte Woche, die ich vom Praktikum aus besuchen durfte, konnte ich immerhin nicht widerstehen und musste einfach (heimlich) aus dem kleinen Müll-Schälchen neben den gekühlten Getränken zwei Kronkorken in sattem rot fischen.

Fachtagungsmappe

Nachdem ich mich mit dem Rad bis zum Gebäude der Maßarbeit durchgekämpft hatte (am A* der Stadt und dazu noch auf nem Berg) – dabei sogar noch voll im Zeitplan – folgte eine durchaus interessante Tagung. Obwohl mich einige Redner fast wieder zur Weißglut getrieben haben… naja

Mein heutiger Zustand, den man schon fast als fröhliche Entspannung beschreiben könnte, hat auch dazu beigetragen, dass ich mich wieder mehr auf Kiel freuen konnte. Denn dorthin soll es mich ab Oktober verschlagen. Ich fange also langsam an von Strandspaziergängen und Sonnenuntergangsfotos am Meer zu träumen. Monas neue Fotos auf ihrem Blog, von ihrem Urlaub, helfen ein wenig vielleicht sogar schon so etwas wie Sehnsucht zu wecken.

Außerdem wurde mir am Wochenende vom Freund der Schwester bereits versuchsweise ein Anker (mit Kugelschreiber) auf den Oberarm „tätowiert“, um mal zu sehen ob mir der zukünftige Seemanslook auch stehen könnte. Den Vorschlag mit dem Hausboot werde ich allerdings dankend ausschlagen müssen fürchte ich. Mir wird ja sogar schon auf so einer kleinen Bosporusüberfahrt speiübel!

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ein Abstecher

Gestern war ich malwieder auf einen kurzen Besuch in Hannover und zwar in erster Linie um die Sonderausstellung „Gastarbeit in Hannover“ im historischen Museum zu besuchen. Doch vorher schleifte ich den Herrn M. auf einem für mich typischen Marsch zwischen Verwirrung und aha-Momenten durch Linden zu Limetrees. Jajaa.. Hannover ist meine Heimatstadt und trotzdem gibt es da haufenweise Argumente, wieso ich oftmals einfach unsicher bin, wie der Weg denn jetzt nochmal genau war…

• Hannover ist nunmal auch groß und man kann schließlich nicht alle Straßen kennen
• ich speichere Wege im Kopf quasi als Bilder ab und manchmal muss ich erstmal losgehen, damit sich die einzelnen Bilder ordentlich zusammensetzen, oder auch: „ich weiß, wenn wir richtig sind, sobald ich es sehe“
• früher bin ich auch viel Straßen- bzw. U-bahn gefahren und die verschwindet auch mal im Tunnel, da sieht man nicht wo es genau lang geht, also kenn ich einige Strecken nur in abgehackten Stücken
• außerdem sieht man ja bekanntlich eh mehr von der Welt, wenn man durch die Gegent irrt und den Weg nicht genau kennt
• und zu guter Letzt, sind wir beim Laden angekommen! Vielleicht mit nem kleineren Umweg, aaaber ich hab uns ans Ziel gebracht!

Limetrees Stoffe

Dort hab ich dann diese Stoffe hier mitgenommen. Die oberen Beiden waren im Restekörbchen (Danke @Loupine nochmal für den Tip) und den roten Stoff mit den feinen weißen Pünktchen hab ich mir nochmal so zuschneiden lassen. Die haben alle perfekte feinere Muster, sodass man auch auf kleineren Flächen was davon hat, wie eben den besagten 18mm Kreisen oder Stoffknöpfen.
Allerdings fand ich die Atmosphäre im Laden etwas befremdlich. Ich weiß natürlich nicht, ob das dort immer so ist, oder ob es daran lag, dass nicht allzu viele Kunden da waren. Es war sehr leise und alle haben so vor sich hin geflüstert und gestöbert. Da fühl ich mich immer so beobachtet und steif. Vielleicht hätte ein bisschen leise Musik im Hintergrund schon dagegen geholfen.

Die Ausstellung im Anschluss fand ich sehr schick gestaltet.

Schreibtisch - Ausstellung

auf dem Schreibtisch wurden die vorläufigen Papiere und Arbeitsverträge präsentiert

Es gab allgemeine Infotafeln zum Beispiel zu den Arbeitslosenzahlen/ dem Arbeitskräftebedarf oder den Lebensbedingungen der Gastarbeiter und Hörstationen mit Interviews. Das waren Gespräche zu allgemeinen Themen, wie die Reise an sich oder die Motivation nach Deutschland zu kommen, bis hin zu Erfahrungen mit der Sprache und auf der Arbeit. Außerdem gab es zu jeder interviewten Person eine eigene kleine Station mit Fotos und der individuellen Einreisegeschichte.

Schublade

die Schublade meiner Tante

Was für mich persönlich natürlich besonders spannend war, ist die Tatsache das meine Tante im Rahmen dieser Ausstellung befragt wurde. Oben ist ihre kleine Station zu sehen, mit insgesamt drei Schubladen voller Fotos und Zitate. An dem Tag war auch eine Schulklasse dort unterwegs und jeder Schüler musste zu einem Ausstellungsstück einen kurzen Vortrag halten. Es war also einerseits etwas befremdlich, aber irgendwie auch sehr witzig zu sehen, wie sie vor dem Schrank meiner Tante stehen geblieben sind und sich über sie unterhielten. Ich kann es wohl am Besten mit den Worten von ihr beschreiben „auf einmal hat man das Gefühl, dass man ja auch zur Geschichte dazu gehört und ein Teil von ihr ist.“

VW Bus

Mir hat die Ausstellung also sehr viel Spaß gemacht! Einerseits wegen der Geschichten über und von meiner Tante, die mein Vater mit eigenen Erzählungen ergänzte. Andererseits natürlich auch, weil ich mich zur Zeit mit dem Thema Migration im Rahmen meiner Abschlussarbeit befasse.
Und nun gehts ganz brav ab in die Bibliothek, nach diesem außergewöhnlich langen Eintrag für heute.

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