Tag-Archiv für 'stoff'

Visitenkärtchen

Von Mein Morgenstern gibt es hier einen netten Tip, wie man sich chique Visitenkarten selbermachen kann.
Ich glaube beim Koffermarkt in Göttingen hab ich schonmal eine von ihren Kärtchen in der Hand gehalten und die Idee gleich für großartig gehalten.

Heute hab ich mich also auch selbst mal daran versucht.

visitenkarten

So ganz im recycling-abenteuer vertieft hab ich dabei nicht auf Fotokarton zurück gegriffen, sondern die rumliegende leere Kornflakespackung zerschnippelt und mit Stoff beklebt.

Der Sternenstoff war außerdem mein altes überaus heißgeliebtes Lieblingstop. Die innige Liebe sah man dem guten Stück leider auch an und daher moderte es bereits seit mehreren Jahren im Schrank herum und wartete darauf auf irgendeine Weise ein zweites Leben zu bekommen. Ich hab natürlich nicht gleich alles von dem kostbaren Stück benutzt, schließlich muss ich ja auch für mich selbst noch was nettes damit machen.

visitenkarten

Mit der Nähmaschine musste ich wie gewohnt zunächst erstmal wieder einen kleineren Kampf ausfechten. Doch sie hat letztendlich nachgegeben und ich konnte das ausgefuchste System nach dem man den Oberfaden durch Ösen, Haken und Schlitze fädeln muss, erneut knacken. Ich glaube bis wir zwei gute Freunde werden können, bedarf es noch so einiger (gewalttätiger) Auseinandersetzungen.
Irgendwie schaffe ich es nämlich immerwieder zuerst mal eine schöne Oberseite mit einem hässlichen, dicken Fadenwust auf der Rückseite zu produzieren. Wenn dann die Fadenspannung endlich stimmt, klappt es auch einigermaßen.

visitenkarten

Fix noch nach Belieben bestempeln zum Beispiel – oder eben wie in der Anleitung auf die andere Seite am PC selbst gestaltete Etiketten kleben (in dem Fall aber vor dem Nähen, natürlich!) – und sie sind auch schon fertig. Für mich wars eine weitere kreative Aufgabe mit der man dann später auch fein Werbung machen kann. Praktischer gehts fast gar nicht.

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Kronkorken Ohrhänger

Kronkorken Ohrhänger

Auf dem Flohmarkt wurde ich gefragt, wieso ich eigentlich aus den Kronkorken nicht auch Ohrhänger machen würde…
Zugegeben, diese Idee habe ich schon einige Male auf Dawanda bestaunt und mich vor dem Flohmarkt dann erstmal dagegen entschieden. Denn irgendwie kamen sie mir doch etwas groß vor, um sie als Ohrhänger zu tragen. Andererseits… wenn man sich so den manchen Hula hoop Reifen ähnlichen Ohrring in den Ohren der Frauen anschaut, wirken die Kronkorken doch recht harmlos dagegen.

Kronkorken Ohrhänger

Als ich dann also neulich Lust auf was Neues hatte, hab ich es dann doch mal ausprobiert. „Kundenwünsche“ soll man ja auch beherzigen, nicht wahr. Zuerst wollte ich eigentlich nur welche mit Stoff machen, aber da die Notenanstecker so wahnsinnig beliebt waren (nach dem Markt hatte ich keinen einzigen mehr) wollte ich mal sehen, wie sie sich so an den Ohren machen würden.

Für die Three on Thursday muss ich mir wohl mal was überlegen, um da mehr Regelmäßigkeit reinzubringen. Vielleicht kann ja die „Mogelmethode“ weiterhelfen, wenn ich die Beiträge schreibe wenn ich Zeit hab und sie dann automatisch an einem Donnerstag erscheinen. Aber eigentlich wäre mehr Selbstdisziplin ja auch ein erstrebenswertes Ziel.. naja mal sehen.

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ein Abstecher

Gestern war ich malwieder auf einen kurzen Besuch in Hannover und zwar in erster Linie um die Sonderausstellung „Gastarbeit in Hannover“ im historischen Museum zu besuchen. Doch vorher schleifte ich den Herrn M. auf einem für mich typischen Marsch zwischen Verwirrung und aha-Momenten durch Linden zu Limetrees. Jajaa.. Hannover ist meine Heimatstadt und trotzdem gibt es da haufenweise Argumente, wieso ich oftmals einfach unsicher bin, wie der Weg denn jetzt nochmal genau war…

• Hannover ist nunmal auch groß und man kann schließlich nicht alle Straßen kennen
• ich speichere Wege im Kopf quasi als Bilder ab und manchmal muss ich erstmal losgehen, damit sich die einzelnen Bilder ordentlich zusammensetzen, oder auch: „ich weiß, wenn wir richtig sind, sobald ich es sehe“
• früher bin ich auch viel Straßen- bzw. U-bahn gefahren und die verschwindet auch mal im Tunnel, da sieht man nicht wo es genau lang geht, also kenn ich einige Strecken nur in abgehackten Stücken
• außerdem sieht man ja bekanntlich eh mehr von der Welt, wenn man durch die Gegent irrt und den Weg nicht genau kennt
• und zu guter Letzt, sind wir beim Laden angekommen! Vielleicht mit nem kleineren Umweg, aaaber ich hab uns ans Ziel gebracht!

Limetrees Stoffe

Dort hab ich dann diese Stoffe hier mitgenommen. Die oberen Beiden waren im Restekörbchen (Danke @Loupine nochmal für den Tip) und den roten Stoff mit den feinen weißen Pünktchen hab ich mir nochmal so zuschneiden lassen. Die haben alle perfekte feinere Muster, sodass man auch auf kleineren Flächen was davon hat, wie eben den besagten 18mm Kreisen oder Stoffknöpfen.
Allerdings fand ich die Atmosphäre im Laden etwas befremdlich. Ich weiß natürlich nicht, ob das dort immer so ist, oder ob es daran lag, dass nicht allzu viele Kunden da waren. Es war sehr leise und alle haben so vor sich hin geflüstert und gestöbert. Da fühl ich mich immer so beobachtet und steif. Vielleicht hätte ein bisschen leise Musik im Hintergrund schon dagegen geholfen.

Die Ausstellung im Anschluss fand ich sehr schick gestaltet.

Schreibtisch - Ausstellung

auf dem Schreibtisch wurden die vorläufigen Papiere und Arbeitsverträge präsentiert

Es gab allgemeine Infotafeln zum Beispiel zu den Arbeitslosenzahlen/ dem Arbeitskräftebedarf oder den Lebensbedingungen der Gastarbeiter und Hörstationen mit Interviews. Das waren Gespräche zu allgemeinen Themen, wie die Reise an sich oder die Motivation nach Deutschland zu kommen, bis hin zu Erfahrungen mit der Sprache und auf der Arbeit. Außerdem gab es zu jeder interviewten Person eine eigene kleine Station mit Fotos und der individuellen Einreisegeschichte.

Schublade

die Schublade meiner Tante

Was für mich persönlich natürlich besonders spannend war, ist die Tatsache das meine Tante im Rahmen dieser Ausstellung befragt wurde. Oben ist ihre kleine Station zu sehen, mit insgesamt drei Schubladen voller Fotos und Zitate. An dem Tag war auch eine Schulklasse dort unterwegs und jeder Schüler musste zu einem Ausstellungsstück einen kurzen Vortrag halten. Es war also einerseits etwas befremdlich, aber irgendwie auch sehr witzig zu sehen, wie sie vor dem Schrank meiner Tante stehen geblieben sind und sich über sie unterhielten. Ich kann es wohl am Besten mit den Worten von ihr beschreiben „auf einmal hat man das Gefühl, dass man ja auch zur Geschichte dazu gehört und ein Teil von ihr ist.“

VW Bus

Mir hat die Ausstellung also sehr viel Spaß gemacht! Einerseits wegen der Geschichten über und von meiner Tante, die mein Vater mit eigenen Erzählungen ergänzte. Andererseits natürlich auch, weil ich mich zur Zeit mit dem Thema Migration im Rahmen meiner Abschlussarbeit befasse.
Und nun gehts ganz brav ab in die Bibliothek, nach diesem außergewöhnlich langen Eintrag für heute.

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Chique Aufbewahrung für Ohrringe #2

So, ich hatte ja noch ein Foto von der Rahmenversion für Ohrhänger versprochen.

Rahmen - blau

Also wie schon hier kurz beschrieben, hab ich mit der Rückwand ein Stück Pappe abgemessen. Das habe ich dann mit dem Stoff meiner Wahl bespannt und mit Kleber befestigt. Am liebsten hätte ich ja dafür so ein Tackergerät gehabt, womit man mit Hochdruck die Klemmen rausschießt – keine Ahnung wie die nochmal genau heißen. Aber man muss sich ja nicht jedes Gerät zulegen…

Bei diesen Rahmen aus Schweden war auch ein Passepartout dabei. Das hab ich dann genutzt, um die gewünschte Stelle vom Stoff besser aussuchen zu können.

Auswahl

Um quasi schonmal vorweg einen guten Eindruck von dem späteren Ergebnis zu bekommen. Wenn der Kleber getrocknet ist, müssen nur noch Schnüre um die Pappe gespannt werden. Ich hatte dazu eine weiße Papierschnur und hab sie einfach auf der Rückseiten gut verknotet. Schließlich muss man nur noch erst die Pappe und dann die Rahmenrückwand einsetzen und das wars schon.

mein Rahmen

Insgesamt hab ich auf die Weise schon drei solcher Rahmen gemacht – zwei wurden verschenkt und dann wollte ich auch noch einen für mich selbst haben. Denn neue Ohrlöcher hab ich jetzt auch und da müssen die neuen Ohrringe ja schön präsentiert werden.

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Stoffmarkt – Holland

Nur kurz als kleiner Merkzettel für mich selbst und alle anderen Interessierten:

OSNABRÜCK
49078, Ratio Gelände, Kurt-Sch.-Damm. So. 27.03.2011
11:00 – 17:00 Uhr
… und hier weitere Termine

Ich hoffe doch mal, dass man dort auch nur sehr kleine Mengen kaufen kann. Da ich jetzt auf den Geschmack von Stoffknöpfen gekommen bin, aber ansonsten so eine Art Nähmaschinen-Phobie habe und mir selbst nix zutraue, wäre das gut. Am Besten wäre ja so ein kleiner Stapel mit vielen verschiedenen Stoffresten, wie sie die Frau Liebe bei ihrer Stoffrotation vertauscht. Allerdings hab ich selbst natürlich nicht so eine gute Auswahl, um auch mit zu tauschen.

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Chique Aufbewahrung für Ohrringe

Da Anfang Februar wieder Geburstagsgeschenke-Zeit ist und ich eigentlich ein paar selbstgemachte Ohrringe verschenken wollte, hab ich mich dazu entschlossen auch cique Aufbewahrungsmöglichkeiten zu verschenken. Es gibt ja eine riesige Vielfalt von Ohrringhaltern aus Bilderrahmen oder mit Stoff bespannten Leinwänden im Internet zu bestaunen. Ich finde allerdings die Varianten bei denen hinter einen Bilderrahmen zum Beispiel Hasendraht gespannt wird, sodass man die Ohrringe dort einhaken kann, persönlich nicht so hübsch. So hab ich mich entschlossen auf jeden Fall etwas mit schönen Stoffen zu machen.

Für den Rahmen für die Ohrstecker hab ich erstmal Moosgummi besorgt (gleich etwas mehr natürlich – es wollte ja auch für die Stempelpremiere benutzt werden) und einen etwas kleineren aber dafür dicken Bilderrahmen.
Dann hab ich ziemlich lange rumgetüftelt welche Zusammensetzung von verschiedenen Lagen wohl die Beste sein könnte. Ich hab mich dann für ein ‚Sandwich‘ aus Moosgummi – Näh-polstereinlage – Moosgummi – dicke Pappe entschieden:

Sandwich

Die Rückwand des Rahmens hat mir dabei als Maß gedient dafür, wie groß die Teile sein dürfen. Man könnte bestimmt auch statt auf die Pappe, alles direkt auf die Rückwand kleben. Aber so kann man den Rahmen theoretisch später auch noch als Bilderrahmen verwenden oder mal das Innenleben wechseln, falls man den Stoff zum beispiel nicht mehr sehen kann.

Sandwich

.. wenn alles ausgeschnitten ist einfach nach und nach gut mit Kleber bestreichen..

sandwich

.. und schön wieder übereinander stapeln.

Das Polster-sandwich dann mit Stoff bespannen und unter ächzen in den Rahmen zwängen – sich tierisch dabei freuen, dass man zum glück doch den dicksten Rahmen gekauft hatte… und sich über das Ergebnis freuen.

tadaaa

Ich gebe zu, man braucht dann doch wieder eine kleine Schachtel um die Verschluss-nubsis aufzubewahren. Aber was zählt ist, dass die Ohrringe schön sichtbar an der Wand hängen oder im Regal stehen und man immer gut sehen kann, was man nochmal so alles hat.

Dazu gab es auch noch einen Rahmen inklusive Aufhängung für Ohrhänger. Vom Endergebnis hab ich leider kein Foto mehr machen können, weil die Batterien der Kamera leer waren (und ich zugegebenermaßen auch etwas in Eile war).

Material

Allerdings war dieser Rahmen im Prinzip nochmal deutlich leichter zu machen, da ja keine Sandwich-polsterung nötig war. So hab ich einfach wieder ein passendes Stück aus Pappe ausgeschnitten, mit Stoff bespannt und zweimal weißes Papierband drum herum geknotet. Sodass es quasi aussah wie zwei mini-Ohrhalter-Wäscheleinen. Ich werd mal schauen ob ich noch ein Foto von einem Ohrhänger-rahmen nachliefern kann, auch wenn es dann vermutlich ein anderer sein wird, denn diese beiden Hübschen haben schon am Dienstag den Weg zum Geburstagskind gefunden.

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