Tag-Archiv für 'studentenleben'

Wo ist das Meer?

In etwa mit dieser Frage im Kopf machte ich mich Anfang letzter Woche auf den Weg, um vielleicht endlich ein bisschen vom Meerblick zu erhaschen.
Zuerst aber musste ich der Hauptbibliothek einen kleinen Besuch abstatten, um die neu erstandene CampusCard - ja, hier an der Uni scheint es ein hoch gestecktes Ziel zu sein, die Portemonnaies der Studenten so sehr mit irgendwelchen Ausweisen und Karten vollzustopfen bis sie platzen - auszuprobieren. Die braucht man nämlich unbedingt, sonst kann man den Netzwerkdrucker nicht benutzen..

UB Kiel

Wie man auf dem Foto leider nur erahnen kann prangt über dem Eingang der Bib das Zitat „Manche leuchten, wenn man sie liest“ und wie man auch dieser Erklärung entnehmen kann, hat das wohl etwas mit der (erhofften) Erleuchtung der Leser durch die konsumierte Literatur zu tun. Den Netzwerkdrucker hab ich an dem Tag allerdings nicht dazu gebracht für mich zu leuchten, nichtmal sich zu erwärmen. Jedes Mal wenn ich meine Karte in das Lesegerät schiebe piepst es ganz fürchterlich und mir wird ein „Fehler 239″ angezeigt. Außerdem solle ich doch bitte das zuständige Personal rufen – heute konnte ich ihm übrigens wieder nur die gleiche Reaktion entlocken. Von den um mich rum scannenden anderen Studenten wurde mir dann gesagt, dass ich vielleicht „da noch irgendwas freischalten lassen“ muss… mal sehen. Irgendwann krieg ich das Teil schon noch dazu meine Karte anzunehmen.

Schließlich war ich also frustriert und dachte ich steige mal in irgendeinen Bus ein. Gleich auf dem Nächsten stand auch sowas wie „Nord-Ostseekanal“ drauf. Das klang also nach Wasser und zumindest einem meeresähnlichem Ausblick. Naja… Wasser gabs auch, sogar eine Personenfähre. Aber neben diesem kleinen Anleger konnte ich außerdem noch ein eher mittelschönes Gewerbegebiet bestaunen.

Wo ist das Meer?

So wurde dann fix der Stadtplan gezückt und ich bin drauf los marschiert. Immer so am „Rand“ entlang.. blöderweise wurde wirklich überall der Wasserzugang von diversen Fabriken, Werften oder dem Marinestützpunkt versperrt. Als es dann auch noch anfing zu regnen hab ich diesen so schlecht vorbereiteten Ausflug schon ein bisschen bereut. Es gibt irgendwie schöneres als im Regen alleine durch ein ausgestorbenes Gewerbegebiet zu laufen, auf der verzweifelten Suche nach dem Meer.

Wo ist das Meer?

Als ich dann aber plötzlich direkt nebem diesem kleinen Kerl stand, war ich doch ein bisschen besänftigt und schließlich war die nächste Bushaltestelle wieder in Sicht.
Auf der Rückfahrt hab ich dann natürlich den perfekten Wanderweg zum Wasser entdeckt, wie hätte es auch anders sein können… dafür hab ich mir die Busnummer und die Haltestelle aufgeschrieben, für den nächsten „Entdeckertag“. Ha! Nur nicht aufgeben.

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Umziehen

Umzug

Tjaaa.. letzte Woche Freitag ist also der hauptsächliche Teil des Umzugs mitsamt den großartigen Helfern glatt über die Bühne gegangen und morgen fahren der liebe Freund und ich noch die übrig gebliebenen Sachen nach Kiel. Dann wird sozusagen der Umzug endgültig besiegelt. Wir werden dann auch das Wochenende gleich dazu nutzen, die Stadt weiter zu erkunden und schließlich werde ich alleine da bleiben.
Ist schon noch eine merkwürdige Vorstellung, aber jetzt ist es also soweit. Das neue Leben in der neuen Stadt beginnt!

Diese Woche musste noch das alte (leere) Zimmer weiß gestrichen werden – ich habe sogar zum ersten Mal eine Decke streichen müssen – und ganz viel mit den Liebsten hier unternommen werden. Derweil ist das Zimmer des Freundes halbwegs vollgeräumt mit den Überresten meines Krempels und alles ist irgendwie unübersichtlich. Trotzdem hab ichs gepackt meine Bafögunterlagen nicht zu verbaseln und alles ist ordentlich und souverän abgeschickt worden. Und überhaupt konnte man mich in der letzten Woche doch ziemlich häufig und totaaal inbrünstig sagen hören „Wir sind so geil!“ (irgendwann hab ich mich sogar selbst schon damit genervt). Naja, aber immerhin war an diesem Umzug endgültig kein Elternteil mehr beteiligt und es war irgendwie schon alles erstaunlich gut organisiert, sodass nix schief gegangen ist. Da darf man (hoffentlich) auch schonmal ein wenig stolz sein hinterher… auch wen Eigenlob ja eigentlich stinkt.

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Kiel

kiel

Vorgestern habe ich also zum ersten Mal Kiel bestaunt. Allerdings habe ich mir vor allem auf dem Campus umgesehen und von der Stadt an sich noch nicht allzuviel mitbekommen. Jaha, im Gegensatz zu bisher werde ich diesmal an einer Uni studieren, die so einen richtig typischen Campus hat.
Außerdem hatte ich einen „Termin“ (es stellte sich heraus, dass der Hausmeister einfach allen Leuten die gleiche Uhrzeit gesagt hatte) vereinbart, um meinen Wohnheimschlüssel abzuholen. Was auch eigentlich der Hauptgrund für diesen ersten Besuch war. Von den neuen Mitbewohnern/innen war leider noch keiner/e dort. Bisher wohnt dort offensichtlich auch erst eine Person. Die WG wird also quasi ganz neu gegründet.
Einerseits sah es dadurch eben noch nicht wirklich wohnlich, geschweige denn gemütlich aus, aber ich schätze es lässt sich was daraus machen. Für den ersten Einstieg reicht es allemal. Es gab auch keine bösen oder ekligen Hinterlassenschaften der vorherigen Bewohner, insofern passt das schon alles. In meinem Zimmer wird es allerdings mit meinen Möbeln sehr… sehr gemütlich werden, um es mal nett auszudrücken. Aber das es recht klein sein würde, wusste ich auch schon vorher.
Also falls jemand schonmal irgendwelche netten Kiel-tips für mich hat… – ich bin ganz Ohr.

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