Tag-Archiv für 'tipp'

ein kleiner Hauch von Weihnachten

Hier bei mir siehts mal noch so überhaupt gar nicht weihnachtlich aus. Ich hab keinen Adventskranz, keinen Adventskalender (-schnief- ich schätze irgendwie ist das ein Zeichen dafür, dass man erwachsen wird. Da muss man sich andere Leute suchen, die einem statt Mama einen Adventskalender machen) und nichtmal eine Lichterkette. Letztere muss sich entweder beim Umzug irgendwie davon geschlichen haben, oder war eventuell einfach irgendwie kaputt – schade.
Na jedenfalls hab ich mir heute ein Herz gefasst und wenigstens ein kleines bisschen Deko zusammengeschnipselt. Diese Papier(weihnachts-) sterne sind ja auch fix gemacht.

Los gehts mit einem quadratischen Stück Papier deiner Wahl, was dann diagonal gefaltet werden muss (da hab ich leider das Bild vergessen, aber so schwer ist das ja nicht.

Stern - Stufe 1

Auf dem Foto liegt also das Quadrat schon fein diagonal (rechte untere Ecke auf die linke obere Ecke) gefaltet vor dir. Dann gehts weiter mit Ecke-A auf Ecke-B – also von unten links, nach oben rechts.

Stern - Stufe 2

Dann siehts so aus. Fix weiter und wieder Ecke-A zu Ecke-B rüberfalten – also einfach von links, nach rechts.

Stern - Stufe 3

und Tadaaaa. So sollte es dann aussehen, bevor die schnippelei losgeht. Die obere Seite müsste jetzt komplett offen sein und die linke Seite komplett geschlossen. Nun müsst ihr eure Schere zücken…

Stern - Stufe 4

und in alle Seiten nach Lust und Laune irgendwelche Muster schneiden. Es gibt wohl auch Anleitungen dazu, wie man bestimmte Muster erhalten kann am Ende. Aber wer will den schon immer auf Regeln achten?! Wenn alle Seiten wild bearbeitet worden sind, klappt man das ganze Faltenkunstwerk wieder auseinander (kleiner Tipp: die ganze offene Seite ist am Ende die Außenkante). So sah dieser hier dann aus:

Stern - Ergebnis

Ich hab meinen Weihnachtshauch mit der bunten Seite nach innen an die Fenster geklebt – allerdings war es eigentlich mehr ein Versehen. Ist ja im ersten Moment doch logischer das Klebeband auf die weiße Seite zu kleben… naja. Falls ihr also wollt, dass es innen weiß und von außen für die Vorbeigehenden farbig sein soll, müsstet ihr da wohl besser aufpassen als ich. Oder man nimmt statt Geschenkpapier (wie in meinem Fall) einfach Papier, das auf beiden Seiten bedruckt ist.

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Filmtipp#4

Nader und Simin – Eine Trennung (2011)

Inhalt:

Simin möchte mit ihrem Mann Nader und Termeh, ihrer Tocher aus ihrem Heimatland, dem Iran, auswandern. Davon erhofft sie sich vor allem für ihre Tochter ein besseres und unbeschwerlicheres Leben. Eigentlich ist auch alles soweit schon vorbereitet, doch dann bringt es Nader nicht übers Herz seinen an Alzheimer erkrankten und pflegebedürftigen Vater im Iran zurück zu lassen. Daraufhin möchte sich die hartnäckige Simin von ihrem Mann scheiden lassen und zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus.
Nader bleibt somit nichts anderes übrig, als jemanden zur Pflege seines Vaters einzustellen, da er plötzlich samt Haushalt, Kindererziehung und Job alleine dasteht. Die schwangere Razieh übernimmt diese Aufgabe und ist damit bald selbst überfordert. Als Nader dann eines Tages von der Arbeit nach Hause kommt und seinen Vater allein und ans Bett gefesselt in der Wohnung vorfindet, eskaliert die ganze Situation.

Trailer:

Meinung:
Ich persönlich habe einen höchst politischen Film über den Iran erwartet. Bekommen habe ich dann eher ein Familiendrama über eine erbitterte Fehde zwichen zwei iranischen Familien. Der Film ist also nicht gerade überpolitisiert und auch keine überzogene Verteufelung des Irans, sondern man entdeckt eher subtile Andeutungen. Interessant war für mich vor allem, die Art und Weise wie einem das Rechtssystem näher gebracht wird und wie das dort alles so funktioniert. So kann ich mich auch nicht von dem Vorurteil freisprechen, dass ich nicht mit derartig „zivilisierten“ Gerichtsverfahren gerechnet hätte – werden einem meist doch eher Bilder von brutalen Steinigungen gezeigt (nicht, dass es die nicht auch geben würde). Aber das ist vielleicht auch wieder das Paradoxe daran. Einerseits dürfen sich beide Familien vor einem (religiösem) Richter selbst verteidigen und Zeugen vorbringen. Andererseits kann sich Simin nur nach einer Einverständniserklärung ihres Mannes auch von ihm scheiden lassen. Außerdem ist und bleibt die letzte Instanz vor der man sich zu rechtfertigen hat, immernoch Allah.
Letztendlich dreht sich der Film also eher um die Widersprüche zwischen Recht und Unrecht, Moral und Religion.

Die schauspielerische Leistung ist ziemlich gut, keine der Rollen wirkt aufgesetzt oder unecht. Das trägt dazu bei, dass der ganze Film überzeugend authentisch eine ganz normale Geschichte von ganz normalen Menschen im Iran erzählt.

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Visitenkärtchen

Von Mein Morgenstern gibt es hier einen netten Tip, wie man sich chique Visitenkarten selbermachen kann.
Ich glaube beim Koffermarkt in Göttingen hab ich schonmal eine von ihren Kärtchen in der Hand gehalten und die Idee gleich für großartig gehalten.

Heute hab ich mich also auch selbst mal daran versucht.

visitenkarten

So ganz im recycling-abenteuer vertieft hab ich dabei nicht auf Fotokarton zurück gegriffen, sondern die rumliegende leere Kornflakespackung zerschnippelt und mit Stoff beklebt.

Der Sternenstoff war außerdem mein altes überaus heißgeliebtes Lieblingstop. Die innige Liebe sah man dem guten Stück leider auch an und daher moderte es bereits seit mehreren Jahren im Schrank herum und wartete darauf auf irgendeine Weise ein zweites Leben zu bekommen. Ich hab natürlich nicht gleich alles von dem kostbaren Stück benutzt, schließlich muss ich ja auch für mich selbst noch was nettes damit machen.

visitenkarten

Mit der Nähmaschine musste ich wie gewohnt zunächst erstmal wieder einen kleineren Kampf ausfechten. Doch sie hat letztendlich nachgegeben und ich konnte das ausgefuchste System nach dem man den Oberfaden durch Ösen, Haken und Schlitze fädeln muss, erneut knacken. Ich glaube bis wir zwei gute Freunde werden können, bedarf es noch so einiger (gewalttätiger) Auseinandersetzungen.
Irgendwie schaffe ich es nämlich immerwieder zuerst mal eine schöne Oberseite mit einem hässlichen, dicken Fadenwust auf der Rückseite zu produzieren. Wenn dann die Fadenspannung endlich stimmt, klappt es auch einigermaßen.

visitenkarten

Fix noch nach Belieben bestempeln zum Beispiel – oder eben wie in der Anleitung auf die andere Seite am PC selbst gestaltete Etiketten kleben (in dem Fall aber vor dem Nähen, natürlich!) – und sie sind auch schon fertig. Für mich wars eine weitere kreative Aufgabe mit der man dann später auch fein Werbung machen kann. Praktischer gehts fast gar nicht.

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Neugier

uuuuhhh… ich bin gespannt, wie er ist. Der Trailer macht mich schonmal (an) neugierig!

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Filmtipp#2

Boy A (2009)

Inhalt:
Gleich zu Anfang des Films lernt man Jack kennen und begleitet ihn bei seiner Entlassung aus dem Gefängnis. Dort hat er ganze 14 Jahre seines Lebens verbracht. Kein Wunder also, dass der nun 24 Jährige so einige Startprobleme hat und auf die Hilfe des Sozialarbeiters Terry angewiesen ist. So hat er doch die wichtige Phase des Erwachsenwerdens im Prinzip verpasst und nie gelernt auf eigenen Beinen zu stehen.
Während also vor allem die Eingliederung in die Gesellschaft im Vordergrund der Handlung steht, erfährt man stückweise immer mehr über den Grund seiner langen Haftstrafe und seine eigentliche Identität…

Trailer:

Achtung, ich verlinke den Trailer diesmal nur und füg ihn nicht direkt ein. Denn eigentlich würde ich nicht empfehlen sich den vorher anzuschauen. Er verrät einfach viel zuviel und es wäre schade, wenn ihr den Film noch sehen wollt.
Boy A
Boy A – Trailer

Meinung:
Vor allem die schauspielerische Leistung von allen (Haupt-)Charakteren hat mich bei diesem Film überzeugt. Obwohl ich keinen der Darsteller vorher kannte (kein Wunder, einige von ihnen haben erst nach Boy A eher populäre Rollen gehabt z.B. in: The Social Network, Das Kabinett des Dr. Panassus oder im siebten Harry Potter) – oder vielleicht auch gerade deshalb – haben sie mich sehr von sich überzeugen können und wirken für meinen Geschmack weder zu platt noch zu kitschig. Die meisten Zuschauer werden wohl hin- und hergerissen sein zwischen Sympathie für Jack und eigenen moralischen Bedenken, nicht zuletzt da man den Film aus der Sicht des Täters verfolgt. Denn am Ende des Films steht die schwierige Frage, ob man Jack seine Taten aus der Kindheit nach all den Jahren vergeben kann und er sich eine zweite Chance verdient hat. Oder ob er sein Leben lang dafür büßen sollte.

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Three on Thursday

Ja, ich hab schonwieder viel zu lange nix Neues geschrieben hier. Allerdings verbringe ich quasi halbtagsjobmäßig meine Tage in der Bibliothek seit etwa drei Wochen. Ich hatte außerdem sozusagen zur Sicherheit mein Blogpasswort noch nicht umgeändert in eins, das ich auswendig kenne. Schließlich soll in der Bibliothek ja für die Uni und nicht für den Blog geschrieben werden.

Allerdings spukt mindestens genauso lange schon die Idee in meinem Kopf herum auch mal so ein kleines wöchentliches Thema hier anzufangen. Es gibt ja bereits viele verschiedene regelmäßige Blogthemen, die teilweise sogar gemeinschaftlich stattfinden. Allerdings war da bisher noch nicht so das Richtige für mich dabei, wo ich mich gerne angeschlossen hätte.
Meine Idee wollte ich eigentlich schon an einem Mittwoch vor zwei Wochen starten, da ich es irgendwie nett fand so zur Wochenmitte immer was regelmäßiges zu haben wozu man nicht im Vorfeld auf irgendwelche tollen Eingebungen wartet. Gestern habe ich es aber schonwieder nicht geschafft und darum wird es jetzt also das „Three on Thursday“(eigentlich klingt es ja auch irgendwie netter als „three on wednesday“) werden.

Die Idee dahinter kommt in erster Linie von meinem Pinterest account. Der hat sich mittlerweile ordentlich gefüllt mit inzwischen 167 Pins. Ich find dieses Angebot ja sooo praktisch und pinne liebend gern vor allem Blogeinträge mit schönen Anleitungen, selbt hergestellten Dingen oder einfach nur schönen Bildern. Und jetzt möchte ich also möglichst jeden Donnerstag drei Kleinigkeiten aus dieser stetig wachsenden Sammlung zeigen.

Dazu möchte ich an dieser Stelle schonmal deutlich machen, dass also in der Regel die Fotos vom „Three on Thursday“ nicht von mir gemacht wurden und ich natürlich auch keinerlei Urheberrecht oder sonstige Ansprüche darauf erhebe. Außerdem werden die Ideen selbstverständlich direkt zu ihrem kreativen Erschaffer (bzw. zur Quelle, woher ich es habe) verlinkt, sodass von meinen Bloglesern eindeutig nachvollzogen werden kann, wer dahinter steckt. Und jetzt bleibt mir also nur noch viel Spaß mit meiner wilden, bunten, fröhlichen, chiquen Pinterest-sammelkiste zu wünschen.

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Filmtipp #1

Almanya (2011)

Inhalt:
Es geht um eine türkische Einwandererfamilie und ihre Geschichte, wie sie in Deutschland gelandet sind. Gewissermaßen gibt es zwei Handlungsstränge, einmal wird gezeigt wie Hüseyin als Gastarbeiter als erster aus seiner Familie nach Deutschand kommt und später seine Familie nachholt. Damit sind natürlich einige Hürden verbunden, die es zu meistern gilt und in erster Linie kultureller Natur sind.
Außerdem spielt der Film in der Gegenwart und zeigt wie sich ihr Leben in Deutschland entwickelt hat und vor allem wie sie miteinander und ihrer deutsch-türkischen Identität umgehen. Man könnte den Film auch als einen Roadmovie beschreiben, denn Hüseyin hat auf seine alten Tage ein Haus in der alten Heimat gekauft und verlangt nun, dass die gesamte Familie in den Ferien dorhin fährt. Eine amüsant und liebevoll erzählte Reise, die alle Familienmitglieder einander näher bringen wird…

Trailer:

Meinung:
Mir hat dieser Film wirklich sehr gut gefallen (wer hätte es gedacht – meistens empfiehlt man ja Filme, die man mag). Wie es auch schon im Trailer anklingt, dreht sich die Handlung vornehmlich um die Identitätsfrage (Was sind wir denn jetzt? Türken oder Deutsche?). Was mir aber besonders gut gefallen hat war die Darstellung der Kulturunterschiede und wie die Familie vor allem anfangs damit umzugehen lernt. Insgesamt würde ich ihn als einen wirklich lustigen Film beschreiben, der aber trotzdem die Themen ‚Gastarbeiter in Deutschland‘ und Migration auf eine angemessen ernste, sowie liebevolle Weise behandelt.

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